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Tadelakt Kreidezeit
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Kreidezeit Naturfarben GmbH

Tadelakt Kreidezeit

Normaler Preis 21,80 € 0,00 €
inkl. MwSt. inkl. Versandkosten

Kreidezeit Tadelakt

Verbrauch pro m²: 2 Lagen 2,5 – 3 kg (2x 1-1,5kg/m²)
Genauer Verbrauch ist am Objekt zu ermitteln.

Tadelakt ist ein mineralischer, wasserfester Glanzputz nach traditioneller marokkanischer Art, dessen Oberfläche mit geschliffenen Steinen poliert wird. So entstehen ausdrucksstarke, glänzende Oberflächen von warmer, samtiger Haptik.

Verarbeitung Tadelakt

Einfärben mit Pigmenten

Tadelakt ist bis zu 10 % Gew. mit allen Kreidezeit Pigmenten abtönbar (max. 100 g Pigment pro 1 kg Tadelakt). Abtönungen mit Titanweiß und Eisenoxidpigmenten dürfen nur bis max. 5 % Gew. erfolgen.

Die Pigmente werden mit wenig Wasser zu einer klumpenfreien Paste verrührt und anschließend vor der Zugabe des Tadelaktpulvers in das Anmachwasser gerührt. Die Pigmentpaste kann auch der fertigen Tadelaktmasse zugesetzt werden. Damit die Masse homogen gefärbt wird, muss sorgfältig gemischt werden. Es ist sinnvoll zwischendurch den Eimerrand mit der Kelle freizukratzen. Anleitung

Mit Ultramarinpigmenten pigmentiertes Tadelakt nicht länger als 24 Stunden lagern.

Anrühren des Putzes
Das Tadelaktpulver nach und nach in die angegebene Menge sauberes, kaltes Wasser einrühren. Dazu eine kräftige Bohrmaschine mit Quirl oder ein Rührwerk benutzen. 30 Minuten ruhen lassen und nochmals durchrühren. Angerührtes Tadelakt ist innerhalb von 8-10 Stunden zu verarbeiten.

Wasserbedarf
0,25 l Wasser auf 1 kg Pulver. Im Bedarfsfall kann die Wassermenge noch geringfügig erhöht werden.

Geeignete Untergründe
Der für Tadelakt bestgeeignete Untergrund ist Mauerwerk mit mind. 1,5 cm hydraulischem Kalkputz oder Kalkzementputz (beide unbehandelt, fest). Hierauf kann Tadelakt direkt verarbeitet werden.
Auf folgenden Untergründe kann Tadelakt nach Grundanstrich mit Kaseingrundierung oder Vega Grundierung und Zwischenbeschichtung mit Kalk Haftputz aufgetragen werden: Gips- und Kalkgipsputze, Beton, Gipskarton, Gipsfaserplatten, Wedi-Platten, Zementfaserplatten.
Auf Plattenwerkstoffen muss zur Fugenüberbrückung vollflächig ein Glasfasergitternetz in den Kalk Haftputz eingebettet und vollständig überdeckt werden. Die Oberfläche des Putzuntergrundes muss trocken und rauh sein. Tadelakt darf nicht auf glatte Untergründe aufgetragen werden. Keine Eckschutzschienen verwenden, stattdessen Außenecken runden. Bindemittelanreicherungen und Sinterhaut an Putzoberflächen entfernen.

Nicht geeignet auf dauerfeuchten Untergründen.

In trockenen Bereichen kann Tadelakt auf Lehmputze aufgebracht werden, dabei ist eine hohe Festigkeit des Lehmputzes besonders wichtig. Die Anwendung auf Lehmputz erfolgt auf eigenes Risiko.
Empfohlener Schichtaufbau auf Lehmputz:
Festigung mit Kaliwasserglas (Art. 607), Verdünnung 1 Teil Wasserglas mit 3 Teilen Wasser. Trockenzeit mind. 24 Stunden.
Grundanstrich mit Kaseingrundierung.
Zwischenbeschichtung mit Kalk Haftputz und eingebettetem Glasfasernetz.

Verarbeitung
Tadelakt wird in zwei Schichten aufgetragen. Beide Schichten, sowie die erste Behandlung mit Seife, müssen am gleichen Tag ausgeführt werden.
Während der Verarbeitung ist das Tadelakt vor zu schneller Trocknung zu schützen. Zugluft, direkte Sonneneinstrahlung, hohe Raumtemperaturen sind zu vermeiden.Untergrund vornässen.

1. Schicht
Tadelakt vollflächig und knapp über Kornstärke (ca. 1-1,5 mm) mit einer Kelle auftragen und anziehen lassen, bis die Oberfläche druckfest ist. Die erste Schicht darf weder geglättet noch auf Glanz verdichtet werden und sollte vor Auftrag der zweiten Schicht nicht ganz austrocknen.

2. Schicht
Tadelakt vollflächig und knapp über Kornstärke (ca. 1-1,5 mm) mit einer Kelle auftragen und anziehen lassen. Auf ebenen Flächen kann mit der Kelle vorverdichtet werden. Anschließend mit dem Tadelaktstein in kleinen Kreisbewegungen und mit nur leichtem Druck alle Poren schließen und abschließend auf leichten Glanz polieren.
Der Zeitpunkt des Vorverdichtens und des Polierens hängt vom Saugverhalten und der Restfeuchte des Untergrundes sowie von den Umgebungsbedingungen ab und kann sehr stark variieren.

Seifen
Der erste Seifenauftrag erfolgt kurz nach Beendigung des Polierens der zweiten Tadelaktschicht. Letztere darf nicht ganz getrocknet sein und soll noch etwas Restfeuchte enthalten.
Glätteseife im Verhältnis 1 Teil Glätteseife mit 6 Teilen Wasser verdünnen Verhältnis.
Seifenlösung mit einem weichen Pinsel gleichmäßig auftragen. Nach kurzem Anziehen mit dem Stein polieren bis gleichmäßiger Glanz erzielt ist.

Nachseifen
Nach vollständiger Trocknung, jedoch spätestens nach 2 Tagen, erneut verdünnte Glätteseife auftragen. Nach kurzem Anziehen mit einem Kunststoff-Folienballen (HDPE, z.B. “knisternder” Müllbeutel) polieren.

Folgebehandlung
Wachsen Für Hochglanz kann Tadelakt zusätzlich gewachst werden. Der Einsatz von Wachs ist nur auf bereits geseiften Oberflächen empfohlen. Wachse nicht im Spritzwasserbereich verwenden. Punisches Wachs mit einem Stoffballen hauchdünn auftragen und sofort mit sauberem, trockenem und weichem Stoffballen polieren. Carnaubawachs Emulsion kann ebenso zur Verstärkung des Glanzes verwendet werden. Die Emulsion wird hierzu mit weichem Tuch dünn aufgerieben und anschließend poliert.

Reinigung
Verschmutzungen mit handwarmem Wasser unter Zusatz von etwas Marseiller Seife oder Korfu Seife, je ca. 1-2 Esslöffel in 8 l Wasser, und einem weichen Tuch oder Schwamm abwaschen. Um Kalkablagerungen von Wassertropfen zu vermeiden ist es sinnvoll Spritzwasser gleich wegzuwischen.
Keine anderen Reiniger, Scheuerschwämme oder Microfaser verwenden.

Pflege Tadelakt
Zur Erhaltung der Funktionalität muss Tadelakt im Spritzwasserbereich regelmäßig nachgeseift werden, je nach Beanspruchung etwa alle 1-2 Monate.
Dazu nach Bedarf verdünnte Glätteseife (s.o. “Seifen”) auftragen. Nach kurzem Anziehen mit weichem Tuch oder Folienballen nachreiben. Alternativ kann auch mit Marseiller Seife oder Korfu Seife gepflegt werden (Ansatz: 2-3 EL in 2 Liter heißem Wasser lösen).

Tadelakt muss einmal pro Tag restlos austrocken. Wenn Tadelakt zu lange nass steht können Verfärbungen, Ränder, Verpilzungen und matte Stellen entstehen.

Trockenzeit bei Normalklima
2-3 Tage bei 3 mm Auftragsstärke. In den ersten 3 Monaten schonend belasten. Endgültige Aushärtung nach ca. 6 Monaten.

Geeignete Werkzeuge
Gute Werkzeuge zur Verarbeitung von Tadelakt in unserem Sortiment:
Tadelakt-Polierstein Hartkeramik (Die für den Polierstein verwendete Hartkeramik hat eine Härte von 9,5 (Mohs) und ist porenfrei.)
Kunststoff-Glättspachtel, 3er Set, Federstahlkelle

Reinigung der Werkzeuge
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Information / Merkblätter

Produktinformation

Anleitungsvideo für Tadelakt

Hier finden Sie die Videoanleitung für Tadelakt

Tipp!

Nutzen Sie doch ein Tadelakt-Seminar bei Kreidezeit.

Pflegeanleitung für Tadelaktoberflächen

Um Fehler im Umgang mit Tadelakt und vor allem bei der Pflege zu vermeiden, beachten Sie bitte diese Anleitung.

Tadelakt Oberflächen sind leicht zu pflegen. Zur Erhaltung der Funktionalität muss Tadelakt im Spritzwasserbereich regelmäßig nachgeseift werden.
Mit dem falschen Reinigungsmittel ist die schöne Oberfläche jedoch schnell ruiniert. Daher darf Tadelakt nur mit KREIDEZEIT Korfu Seife, Glätte Seife oder Oliven Pflegeseife gereinigt und gepflegt werden.

Nachseifen/ Pflege
Nach vollständiger Trocknung der neuen Tadelaktflächen, spätestens jedoch nach zwei Tagen, verdünnte Glätteseife mit einem weichen Pinsel gleichmäßig auftragen. Nach kurzem Anziehen mit einem Kunststoff-Folienballen (HDPE) polieren.

Zur Pflege sollte diese Behandlung je nach Beanspruchung ca. alle 1-2 Monate wiederholt werden. Hier kann anstatt der Glätteseife auch mit Korfu Seife behandelt werden (Ansatz: 2-3 Esslöffel in 2 Liter heißem Wasser lösen)

Reinigung
Verschmutzungen mit handwarmem Wasser unter Zusatz von etwas Oliven Pflegeseife oder Korfu Seife(ca. 1-2 Esslöffel in 8 Liter Wasser) und einem weichen Tuch oder Schwamm abwaschen. Um Kalkablagerungen von Wassertropfen zu vermeiden, ist es sinnvoll Spritzwasser gleich wegzuwischen.

Hinweise
Tadelakt muss einmal pro Tag restlos austrocknen. Wenn Tadelakt zu lange nass steht können Verfärbungen, Ränder, Verpilzungen und matte Stellen entstehen.
Es ist in jedem Fall zu vermeiden, dass handelsübliche Haushaltsreiniger, Scheuermittel, Scheuerschwämme, säurehaltige Reiniger oder Ähnliches verwendet werden. Diese Produkte greifen das Tadelakt oder die Seife an! Auch saure Säfte wie Orangen- oder Zitronensaft sowie Wein und Essig können die Oberfläche beschädigen. Tadelaktoberflächen sind nicht säurebeständig. Fett- und farbstoffhaltige Substanzen (Speisen, Körperpflegeprodukte, u.ä.) können irreversible Flecken verursachen.

Geseifter Kalk

Das Seifen von frischen Kalkoberflächen ist eine schon seit der Römerzeit bekannte und bewährte Methode des Oberflächenschutzes.

Eigenschaften
Geseifte Kalkoberflächen sind diffusionsfähig, hydrophob und leicht zu reinigen. Spritzwasser und andere Flüssigkeiten perlen zunächst von der Oberfläche ab ohne gravierende Flecken zu hinterlassen. Schmutz dringt nicht sofort in den Anstrich ein, sondern verbleibt auf der Oberfläche und kann leicht entfernt werden.

Durch Auftrag stärker konzentrierter Seifenlösung auf stark gefärbte Kalkoberflächen lässt sich eine gestalterisch reizvolle Patinierung erzeugen.

Einsatzgebiete
Überall dort, wo mit stärkerer Verschmutzung, Staub, Spritzwasser zu rechnen und entsprechende Reinigung erforderlich ist:
Treppenhäuser, Kindergärten, Kinderzimmer, Praxen, Spritzwasserbereiche in Badezimmer und Küche.

Geseifte Kalkoberflächen eignen sich nicht zur Verarbeitung direkt in Duschzellen (außer Tadelakt) und im Bereich von Kochstellen. Geseifter Kalk ist nicht fettabweisend.

Wirkungsweise
Die in echten Pflanzenseifen (z. B. KREIDEZEIT Korfu, Art. 226) enthaltenen natürlichen Fettsäuren, reagieren mit frischem Kalk (Calciumhydroxid) unter Ausbildung sog. Kalkseifen.
Kalkseifen sind hydrophob (wasserabweisend), von leicht weisser Farbe und vollkommen
wasserunlöslich.
Für die Reaktion wird unbedingt frischer Kalk benötigt. Abgebundener Kalk (Kalkstein, Marmor, Kreide, chem. Calciumcarbonat) ist nicht mehr in der Lage Kalkseifen zu bilden.
Deshalb ist es wichtig zwischen dem letzten Kalkauftrag (Farbe / Putz) und dem Auftrag der Seife so wenig Zeit wie möglich verstreichen zu lassen, max. 24 Stunden.
Mit handelsüblichen synthetischen Seifen, Waschlotionen, Neutralseife funktioniert die Umsetzung mit Kalk nicht.

Geeignete Untergründe
geignet aus dem KREIDEZEIT Sortiment sind
 Sumpfkalkfarbe
 Kalkglätte
 Kalk Haftputz -fein-
 Kalk Haftputz

Ansetzen der Seifenlösung
(MAX. 2 %ig) max. 20 g Korfu Seife (Art. 226) in 1 Liter heißem Wasser auflösen.

Arbeitsablauf
Kalkfarbe oder Kalkputz auf geeignetem Untergrund entsprechend den Verarbeitungsvorschriften auftragen.
Direkt nach der Trocknung wird die noch warme 2 %ige Seifenlösung aufgetragen. Auftrag ggf. nach Trocknung wiederholen.
Auftragsverfahren dünn von unten nach oben (um Laufspuren zu vermeiden) mit einer Streichbürste, z. B. Art. P 6080.

Gestaltungsmöglichkeiten
 einlagige Wandlasuren 2 %ige Seifenlösung (s.o.) nach Belieben mit KREIDEZEIT Pigmenten abtönen, max. 50g Pigmente pro Liter Seifenlösung. Auftrag mit einer Streichbürste.

 mehrlagige Wandlasuren KREIDEZEIT Sinterwasser (Art. 169) nach Belieben mit Kreidezeit Pigmenten abtönen, max. 50g Pigmente pro Liter Sinterwasser. Auftrag mit einer Streichbürste in mehreren Lagen mit Zwischentrocknung. Direkt nach der Trocknung die 2 %ige Seifenlösung (s.o.) auftragen. Seifenauftrag nach Trocknung ggf. wiederholen.

 glatte, glänzende Oberflächen KREIDEZEIT Kalkglätte oder Kalk Haftputz mit der Kelle verpressen, nach Anziehen mit
2 %iger Seifenlösung (s.o.) behandeln und anschließend mit der Kelle auf Glanz verpressen.

 Patinierung Durch Auftrag stärker konzentrierter Seifenlösung auf kräftig gefärbte Kalkoberflächen lässt sich eine gestalterisch reizvolle Patinierung erzeugen.

Reinigung
Flüssige Verschmutzungen (Getränke, etc.) sofort nach Kontakt mit der Oberfläche mit einem weichen saugfähigen Tuch (Baumwolle) ohne Scheuern abnehmen.
Eingetrocknete Verschmutzungen mit einem weichen Schwamm und kaltem bis maximal handwarmem Wasser abwaschen und mit weichem Tuch nachtrocknen.
Zur Reinigung dürfen keinesfalls handelsübliche scharfe oder scheuernde Reiniger verwendet werden.

Bemerkungen
Vor großflächigen Arbeiten sollen zunächst Probeflächen angelegt werden um die Eignung auf dem entsprechenden Untergrund zu prüfen und sich mit Verarbeitung, Erscheinungsbild und Reinigung des Anstriches vertraut zu machen.
Auf rauhen Untergründen (Sumpfkalkfarbe – gefüllt – / Kalk Haftputz) lässt sich zwar auch eine hydrophobierte Oberfläche erzeugen. Eine Reinigung ist jedoch bedingt durch die rauhe Oberfläche schwieriger.
Auf allen anderen nicht kalkgebundenen KREIDEZEIT Produkten ist eine Hydrophobierung mit Seife nicht möglich.

Renovierung
Vor dem Überstreichen sollen die mit Kalkseifen hydrophobierten Oberflächen angeschliffen werden. Anschließend durch Besprühen mit Wasser sicher stellen, daß die Oberfläche wieder gleichmäßig saugt. Erst dann und nach Trocknung den gewünschten Renovierungsanstrich auftragen.

Die beschriebenen Angaben wurden nach dem neuesten Stand der uns vorliegenden Erfahrungen festgestellt. Wegen der Verarbeitungsmethoden und Umwelteinflüsse sowie der verschiedenartigen Beschaffenheit der Untergründe, muß eine Verbindlichkeit für die allgemeine Rechtsgültigkeit der einzelnen Empfehlungen ausgeschlossen werden. Vor der Anwendung ist das Produkt vom Verarbeiter auf Eignung für den Anwendungszweck zu prüfen (Probeanstrich).
Bei Neuauflage oder Produktveränderung verlieren die Texte ihre Gültigkeit.
Die jeweils neuesten Produktinformationen erhalten Sie auf dieser Internetseite oder bei Kreidezeit direkt.


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